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Fördervertragsübergabe Schloss Philippsruhe Hanau

Schloss Philippsruhe (Foto: Hans Dohm)
Schloss Philippsruhe (Foto: Hans Dohm)

Am 7. September 2017 wurde der Stadt Hanau ein Fördervertrag über 80.000 Euro überreicht. Mit diesen Mitteln beteiligt sich die Stiftung an der Dachdeckerarbeiten am linken Seitenflügel des Schlosses.

Das Schloss zeichnet die Herrschaftsverhältnisse über Stadt und Grafschaft Hanau nach. Es waren viele gräfliche Linien, die dort ihre Spuren hinterlassen haben. Schicksal der Geschichte: Jeder Schlossherr verstarb ohne Erben und so wurde es jeweils an die nächste Linie weitervererbt. Letztendlich erwarb die Stadt Hanau das Gebäude. Nach dem Krieg diente es als Rathaus, sodass die Stadt noch in demokratischen Zeiten im Schloss regiert wurde.

Die wesentlichen Spuren haben Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel und Friedrich Wilhelm von Rumpenheim hinterlassen. Ersterer baute das Teehaus und gestaltete die Innenräume klassizistisch um, der zweite vergrößerte das Haupthaus und ließ die Kuppel errichten.
Heute ist dort das Hanauer Museum untergebracht.


Saisoneröffnung auf dem Herrnhaag

Foto: Friedrich Rißmann
Foto: Friedrich Rißmann
Das Ortskuratorium im Einsatz (Foto: Friedrich Rißmann)
Das Ortskuratorium im Einsatz (Foto: Friedrich Rißmann)

Zur Saisoneröffnung hat das Ortskuratorium mit einem Stand auf dem Herrnhaag auf die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufmerksam gemacht. Trotz naßkaltem, windigem Wetter waren viele Besucher zu dem Ereignis erschienen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und konnten zahlreiche, anregende Gespräche mit den Besuchern führen.


Jeweils am 1. Mai nimmt das Café, das an den Wochenenden bis zum Herbst geöffnet ist, seinen Betrieb auf. Darüber hinaus findet ein Floh- und Trödelmarkt statt. Der Förderverein führt dazu Haushaltsauflösungen durch und verkauft die Gegenstände im Grafenhaus. Diese Einnahmen fließen in die Finanzierung. Für uns als Denkmalschützer ist es eine große Freude zu sehen, mit welchem Engagement der Förderverein den Herrnhaag wieder zu alter Schönheit zu bringt.


Die Stiftung fördert den Herrnhaag mit 100.000 Euro, die für die Hausschwammbekämpfung und statische Ertüchtigung der Decken und der Treppenhäuser sowie für Steinmetzarbeiten an den Eingängen und Gewänden bestimmt sind.








Führung durch die St. Leonhardskirche

Hier wird das veränderte Bodenniveau sichtbar (Foto: Hans Dohm).
Hier wird das veränderte Bodenniveau sichtbar (Foto: Hans Dohm).

Am 28. April 2017 führte uns der Dombaumeister der Stadt Frankfurt und Mitglied des Ortskuratoriums Robert Sommer durch die St. Leonhardskirche.


Schon seit Jahren nimmt das Ortskuratorium Frankfurt an den Restaurierungsmaßnahmen der Dotationskirche St. Leonhard regen Anteil. In regelmäßigen Abständen werden wir durch Herrn Sommer über den Fortgang der Maßnahmen informiert. 


Zwischenzeitlich ist die Bodenplatte gegossen, die das neue Niveau des Fußbodens darstellt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Fußboden immer wieder angehoben. Auf das ursprünglich romanische Niveau kann man nicht mehr zurückgehen. Die derzeitige Höhe lässt aber die Säulen wieder mit ihren Basen in Erscheinung treten. Die Befunduntersuchungen der Wände sind abgeschlossen, so dass mit der Restaurierung der Wände begonnen werden kann. Dazu ist das Kirchenschiff vollständig eingerüstet, da auch am Gewölbe gearbeitet wird. Es bleibt weiterhin spannend.

(Fotos der Bildergalerie: Friedrich Rißmann)



Wiedereinweihung der Gustav-Adolf-Kirche in Niederursel

Der Festgottesdienst trifft auf großes Interesse (Foto: Hans Dohm).
Der Festgottesdienst trifft auf großes Interesse (Foto: Hans Dohm).

Am 5. März 2017 wurde die Gustav-Adolf-Kirche in Frankfurt-Niederursel wieder ihrer Bestimmung übergeben. Mit einem Festgottesdienst feierte die Gemeinde den Abschluß der Restaurierungsarbeiten und nahm ihre Kirche wieder "in Besitz".

Die Kirche wurde 1927/28 von Martin Elsässer als oktogonaler Bau mit Zeltdach errichtet. An drei Seiten befinden sich Emporen, die mit den gegenüberliegenden Fensterbändern korrespondieren. Unter den Fenstern befindet sich der Altar, dahinter in einer Nische die Kanzel, in Anlehnung an den evangelischen Kanzelaltar. Durch mehrere Renovierungen wurde der von Elsässer entworfene Raumeindruck verunklart. Leider ist die von Elsässer entworfene Bestuhlung 2003 entfernt worden und unwiederbringlich verloren.

Foto: Hans Dohm
Foto: Hans Dohm

Mit der jetzt abgeschlossenen Restaurierung wurde die ursprüngliche Farbigkeit wiederhergestellt, die nachträglich eingebauten farbigen Fenster wieder entfernt und durch die ursprünglich vorgesehen Klarglasfenster ersetzt. Mit der Farbgebung hatte sich Elsässer seinerzeit an den frühchristlichen Kirchenbau orientiert.


Dieser Kirche ist das Ortskuratorium Frankfurt in besonderer Weise verbunden, hat sich doch der frühere Ortskurator Christian Rusch in besonderem Maße für die Wiederherstellung auf den ursprünglichen Zustand eingesetzt.


Besuch des Ortskuratoriums Frankfurt beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege

Das Ortskuratorium zu Gast im Landesdenkmalamt in Wiesbaden-Biebrich (Foto: Christine Krienke, LfDH)
Das Ortskuratorium zu Gast im Landesdenkmalamt in Wiesbaden-Biebrich (Foto: Christine Krienke, LfDH)

Das Ortskuratorium Frankfurt stattete am 22. Februar unserer Fachbehörde in Wiesbaden-Biebrich einen Besuch ab, um einmal aus nächster Nähe die Praxis der Denkmalpflege zu erleben. Der Leiter des Amtes, Dr. Markus Harzenetter, der gleichzeitig Mitglied im Kuratorium und in der Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist, begrüßte die Teilnehmer des Ortskuratoriums im Sitzungssaal persönlich und ließ sich zunächst von jedem einzelnen seinen Impetus zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Ortskuratorium berichten.

Foto: Christine Krienke, LfDH
Foto: Christine Krienke, LfDH

Anschließend führte Oberkonservator Dr. Dieter Griesbach-Maisant das Ortskuratorium durch den Amtssitz im Biebricher Schloss und erläuterte vor der Gartenfront des barocken Schlosses sehr ausführlich und kompetent die Baugeschichte seiner zu einem Ensemble komponierten einzelnen Bauteile der ehemaligen Nassauer Residenz. Das Landesamt mit seinen Abteilungen für Baudenkmalpflege und Bodendenkmalpflege (Archäologie) belegt einen beträchtlichen Teil des Schlosskomplexes. Höhepunkt der Führung war die Besichtigung der repräsentablen „Rotunde" im Zentrum des Gebäudes. Dr. Griesbach-Maisant erläuterte danach die praktische Handhabung zu dem auf viele Jahrzehnte angelegten umfangreichen und sehr aufwendigen Prozesses der „Inventarisation" hessischer Baudenkmale (Erkennen, Bewerten und Dokumentieren der gebauten Infrastruktur).


Danach fürhte uns die stellvertretende Amtsleiterin und Leiterin des Sachgebietes Restaurierung und Bauforschung, Frau Christine Kenner, in die Restaurierungswerkstätten. Dort erhalten momentan einige imposante sakrale Großplastiken, z.T. aus der Frankfurter Leonhardskirche und Höchster Justinuskirche, eine „Auffrischungskur". Die Mitglieder des Frankfurter Ortskuratoriums erhielten einen Einblick in die detektivische und im wahrsten Sinn des Wortes „chirurgische" Feinarbeit der Restauratoren.


Fördervertrag für den Herrnhaag bei Büdingen

Klaus Möller, Gabriele Gillner und Bodo Preißer von den Freunden des Herrnhaag, dahinter Alexander Mebs und Christian Benze (Foto: Katrin Knaf, Lotto Hessen).
Klaus Möller, Gabriele Gillner und Bodo Preißer von den Freunden des Herrnhaag,
dahinter Alexander Mebs und Christian Benze (Foto: Katrin Knaf, Lotto Hessen).

Am 14. Dezember 2016 überreichten Gabriele Gillner, stellvertretende Vorsitzende des Ortskuratoriums, und Christian Benze, Mitglied des Ortskuratoriums, den Fördervertrag an den Verein Freunde des Herrnhaag in der Wetterau bei Büdingen in Oberhessen.


Der Förderverein restauriert mit viel privatem Engagement und beharrlicher Arbeit den noch erhaltenen Teil des Baudenkmals und führt ihn einer Nutzung zu sozialen Zwecken zu.

Foto: Henriette Schröder, DSD
Foto: Henriette Schröder, DSD

Ursprünglich war der Herrnhaag die erste Niederlassung der Herrnhuter Brüderschaft außerhalb der Lausitz. Damit wird die Erinnerung an eine christliche Gemeinschaft wachgehalten. Die Anlage folgt dem Prinzip der Bruderschaft: die einzelnen Gruppen – Ledige, getrennt nach Geschlechtern und Familien – lebten in eigenen Gebäuden, die um das zentrale Grafenhaus angeordnet waren. Die Gelder der Stiftung dienen der Restaurierung dieses Baus.











Das Ortskuratorium auf der Buchmesse

Dörte Clasen, Anke Pflugfelder-Kühn von Monumente und Werner Wohlrab vom OK (Foto: Hans Dohm)
Dörte Clasen, Anke Pflugfelder-Kühn von Monumente und Werner Wohlrab vom OK (Foto: Hans Dohm)

Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Mitglieder des Ortskuratoriums die MitarbeiterInnen des Monumente-Verlags unterstützen. Auch in diesem Jahr waren wir, das OK, wieder tätig. Für uns ist es immer spannend, mit den Besuchern interessante Gespräche über den Denkmalschutz führen zu können. Dies gilt sowohl für die Fachbesuchertage als auch an den beiden Publikumstagen. Und dann hat es noch den angenehmen Nebeneffekt, einen Tag auf der Buchmesse verbringen zu können.






Bronzetafel für das Schloss in Gersfeld

Schloss Gersfeld (Foto: Hans Dohm)
Schloss Gersfeld (Foto: Hans Dohm)

Am 7.Oktober 2016 erhielt Constantin von Waldhausen die Bronzetafel der DSD, weil die Arbeiten an Dachstuhl und Eindeckung am Schloss Gersfeld abgeschlossen werden konnten. Die Tafel dokumentiert die Beteiligung der Stiftung und von Lotto Hessen an der Mitfinanzierung der Wiederherstellung der Dachhaut. Gleichermaßen würdigt sie das Engagement, ja die Leidenschaft des Eigentümers, an der Erhaltung dieses Kulturdenkmals und um es einer weiteren Nutzung zuzuführen.

Das Schloss Gersfeld (unteres Schloss) ist seit 1903 im Besitz der Familie Waldhausen. Erbauen ließ es 1740 Hugo Karl von Ebersberg. Das von einem Mansarddach und Gauben gekrönte Schloss gliedern ein horizontales Gesims und Ecklisenen, auch Mauerblenden genannt. Das Portal wird mit den drei mittleren Achsen von weiteren Lisenen gerahmt. Es zeigt den Repräsentationswillen des Bauherrn. Die Familie derer von Ebersberg übte über Jahrhunderte die Herrschaft über Gersfeld aus.


Fördervertrag für das Schloss Wächtersbach

Schloss Wächtersbach (Foto: Hans Dohm)
Schloss Wächtersbach (Foto: Hans Dohm)

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit einem Betrag von € 50.000 an der Restaurierung des Daches am Schloss in Wächtersbach. Die Übergabe des Fördervertrags fand am 8. September 2016 in Wächtersbach statt. Alle Beteiligten waren anwesend: Bürgermeister, Lotto Hessen mit einem Vertreter, der Architekt, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, der Vorsitzende vom Förderverein Schloss und Park sowie die Presse.

Heute zeigt sich der Bau als Renaissance-Anlage. Die Wurzeln liegen tiefer: 1236 wird eine Tiefenburg erstmalig erwähnt, die als staufische Gründung zum Schutz der Büdinger Reichsforst errichtet wurde. Es entwickelte sich ein Dorf, das zur Versorgung der Burg diente und im Gegenzug fanden die Bewohner Schutz in der Burg. Diese Symbiose ist die übliche Genese von Ort und Burg. Es schloß sich eine wechselvolle Geschichte an bis das Schloss nach längerem Leerstand durch die Stadt Wächtersbach erworben wurde. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wird die Stadtverwaltung einziehen. Somit wird die Einheit von Schloss und Stadt wiederhergestellt sein. Am Rande der qualitätvollen Altstadt entsteht ein Identifikationsort für die Bürgerschaft.
Weitere Informationen zum Wächtersbacher Schloss unter folgendem Link:
www.schlosswaechtersbach.de

Inbetriebnahme des Karussells in Hanau-Wilhelmsbad

Detail des Karussels (Foto: Roland Rossner, DSD)
Detail des Karussels (Foto: Roland Rossner, DSD)
Karussell in Hanau-Wilhelmsbad (Foto: Hans Dohm)
Karussell in Hanau-Wilhelmsbad (Foto: Hans Dohm)

Am 22. Juli 2016 wurde im Rahmen eines Festaktes das historische Karussell in Hanau-Wilhelmsbad feierlich wieder in Betrieb genommen. Das Karussell ist Teil der Staffage-Architektur des Parks.
Eine Quelle, der heilsame Kräfte nachgesagt wurden, war Anlass für das Haus Hessen-Kassel, nachdem ihnen der Besitz nach Aussterben der Hanauer Grafen zugefallen war, von einem florierenden Badebetrieb zu träumen.

Zu den noch dem Barock verhafteten Badeanlangen wurde zur Unterhaltung des Publikums ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild angelegt. Er war weithin berühmt wegen seiner vielen „Sensationen“, zu denen eine mittelalterliche Burgruine, eine Kettenbrücke über die Teufelsschlucht und natürlich das Karussell gehörten.







Das Karussell hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, da ihm immer nur für kurze Zeit ein Betrieb vergönnt war. Zeitweilig sollte es sogar auf Abbruch verkauft werden. Auch mehrere Restaurierungen führten nicht zu einem dauerhaften Erfolg.
Erst durch die derzeitige Überholung kann das Karussell wieder mehrmals im Jahr in Betrieb genommen werden. Während es zunächst durch Muskelkraft, dann durch einen Ochsen angetrieben wurde, wird es heute durch einen Elektromotor bewegt.






Sodenia

Sodenia-Brunnen in Bad Soden (Foto: Hans Dohm)
Sodenia-Brunnen in Bad Soden (Foto: Hans Dohm)

Unter den Titel „Der Sodenia-Quellentempel braucht Ihre Hilfe“ startete am 2. Juli 2016 eine groß angelegte Spendenaktion, um die Kosten für die Instandsetzung des hölzernen Baldachins und ein Facelifting für die Schutzpatronin der Quellen aufzubringen. Die Schäden sind durch die Wahl falscher Materialien in der Vergangenheit entstanden. So müssen mindestens zwei Pfeiler ausgetauscht werden, das Dach leidet unter Pilzbefall. Auch der später erfolgte Anstrich muß abgenommen werden und die Brunnenfassung ist nicht frei von Schäden.
Damit der alte Glanz wieder hergestellt wird, machen sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Henning und Antje Kampf-Stiftung und der Verein "Wir für Bad Soden" für die Finanzierung stark und hoffen auf weiteres Engagement der Bürger.

Die Skulptur aus Gußstein, von dem Bad Sodener Adam Henrich entworfen, erinnert an mythologische Vorbilder und ist gewissermaßen die Personifikation der Kurstadt. Sie liefert die Kulisse für zahlreiche Hochzeitsfotos und darf auf keiner Postkarte fehlen.








Bronzetafel für das Burgmannenhaus in Friedberg

Das ehemalige Burgmannenhaus Riedesel wurde vor acht Jahren von Henrike Gödde und Ulrich Rentschler gekauft und in mühevoller Arbeit als Wohnhaus hergerichtet. Nach Abschluß des größten Teils der Arbeiten, an denen sich die Stiftung mit insgesamt 30.000 Euro beteiligt hat, wurde den Eigentümern die Bronzetafel überreicht. Die Burg Friedberg ist eine staufische Gründung zur Sicherung ihrer Ansprüche in der Wetterau. Sie unterstand direkt dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Er setzt den jeweiligen Burggrafen ein. Damit dieser über eine ausreichende Streitmacht verfügte, wurden die umliegenden Territorialherren verpflichtet, ihm Burgmannen zu stellen. Die Burgmannen, die das Geschlecht der Riedesel benannten, waren damals in diesem Haus untergebracht.

Der Eigentümer Ulrich Rentschler mit der Architektin Elke Morschel.
Der Eigentümer Ulrich Rentschler mit der Architektin Elke Morschel.
Ein Baudenkmal, in dem Leben stattfindet.
Ein Baudenkmal, in dem Leben stattfindet.
Das Wappen der Riedesel mit dem Eselskopf und der Jahreszahl 1555.
Das Wappen der Riedesel mit dem Eselskopf und der Jahreszahl 1555.

Erneuter Fördervertrag für das Künstlerhaus Busch in Hanau-Steinheim

Frau Klara Busch (rechts) im Gespräch mit der bauleitenden Architektin Alexandra Vydra.
Frau Klara Busch (rechts) im Gespräch mit der bauleitenden Architektin Alexandra Vydra.

Für die "Bildhauerfamilie Busch-Platz-Stiftung" nahm Klara Busch als Vorsitzende der Stiftung am 11. Mai 2016 einen weiteren Fördervertrag in Höhe von 80.000 Euro entgegen. Mit dieser Förderung beteiligen sich Lotto-Hessen und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der fortschreitenden Restaurierung.

Die Stiftung wurde 2004 gegründet, um den Erhalt und die wissenschaftliche Aufarbeitung des künstlerischen Nachlasses der Familie Busch zu ermöglichen. Das Haus in Hanau-Steinheim wurde als Werkstatt für kirchliche Kunst im Jahre 1862 durch den Bildhauer Georg Busch gegründet, seither haben hier vier Generationen von Künstlern gelebt und gearbeitet. Mit der Wiederherstellung wird nicht nur die Geschichte greifbar, sondern letztendlich ist auch vorgesehen, die alten Handwerkskünste wieder zu vermitteln.

Blick in die Steinmetzwerkstatt, die noch der Restaurierung harrt.
Blick in die Steinmetzwerkstatt, die noch der Restaurierung harrt.





















Martin-Elsaesser-Stiftung in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

Das Ortskuratorium Frankfurt war dabei

Großmarkthalle Innenansicht (Foto: Klaus Wriedt)
Großmarkthalle Innenansicht (Foto: Klaus Wriedt)

Anlässlich der Ausstellungseröffnung »Die Großmarkthalle von Martin Elsaesser« am 16. Dezember in der neuen EZB in Frankfurt war das Ortskuratorium Teil der ca. 150 Besucher. Die von Elsaesser geplante und 1928 fertiggestellte ehemalige Frankfurter Großmarkthalle an der Sonnemannstraße (von den Frankfurtern liebevoll "Gmieskersch" - Gemüsekirche genannt) ist nach spektakulären Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen heute Sitz der EZB. Die denkmalgeschützte Halle zählte einst zu den herausragenden Bauten der Ingenieurarchitektur der "Neuen Sachlichkeit". Ihr Dach war lange Zeit die größte freitragende Dachkonstruktion Europas und sie gehörte zu den bestimmenden Bauten des sog. "Neuen Frankfurt" des Stadtbaumeisters Ernst May.

Ansicht Ausstellung (Foto: Klaus Wriedt)
Ansicht Ausstellung (Foto: Klaus Wriedt)

Die Ausstellung zu Martin Elsaesser wurde eröffnet vom Generaldirektor der EZB, Werner Studener, der wegen Verzichts auf ein Mikrofon leider nur von den Nächststehenden verstanden werden konnte - anders als Dr. Konrad Elsaesser, eine Großneffe, der vor allem dem Hausherrn für die Möglichkeit der Präsentation dankte.
Ausstellungsstücke sind neben wenigen raumhohen Wandtafeln bzw. -projektionen zu Martin Elsassers Schaffen, das Modell der Großmarkthalle aus der Erbauungszeit, eine Video- und Diaprojektion zu Martin Elsaessers Leben und . . . die Halle selbst.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Musiker auf der Klarinette mit Stücken aus Bachs Suiten für Violine solo. Elsaesser lag sehr daran, Baukunst und Tonkunst nicht getrennt voneinander zu betrachten.



Übergabe der Bronzetafel an die Synagoge Bad Nauheim

Blick über die Bima zum Thoraschrein (Foto: Hans Dohm)
Blick über die Bima zum Thoraschrein (Foto: Hans Dohm)

Am 25.11.2015 wurde an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Monik Mlynarski, in Bad Nauheim die Bronzetafel nach Beendigung der Instandsetzungsarbeiten überreicht. Damit wurde die Sanierung der äußeren Hülle und die Einrichtung einer Mikwe mitfinanziert.
Die Bad Nauheimer Synagoge wurde zwischen 1927 und 1929 von dem Architekten Richard Kaufmann im Stil der klassischen Moderne erbaut. Sie wurde in der Progromnacht im Inneren verwüstet, das Gebäude selbst blieb erhalten und wurde bis Kriegsende als Lager benutzt.

Die Bronzetafel der Stiftung an einem jüdischen Gotteshaus geht weit über die übliche Bedeutung als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit hinaus. Sie zeigt, daß es nach dem Holocaust wieder jüdischen Leben in Deutschland gibt und die jüdischen Gemeinden Teil der deutschen Gesellschaft sind. Der Ortskurator verband die Übergabe mit dem persönlichen Wunsch, daß die jüdische Gemeinschaft eines Tages die gleiche kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung haben möge wie im vorletzten Jahrhundert. Manfred de Vries, Mitglied des Vorstandes, führte unter anderem aus, daß durch den Erhalt der Synagoge den vielen ehemaligen jüdischen Bürgern, die nicht bestattet wurden und so keine Spuren hinterlassen hätten, ein Erinnerungsort gegeben werde. Er wies darauf hin wie wichtig es ist, sich für Toleranz unter den Religionen einzusetzen.
Heute hat die jüdische Gemeinde Bad Nauheim etwa 300 Mitglieder.


Fördervertrag an die Steinhausen-Stiftung

Wilhelm Steinhausen, Selbstbildnis vor Wien (Ausschnitt), 1898, 73,5 x 63,2 cm, Privatbesitz. Mit freundlicher Genehmigung des Eigentümers.
Wilhelm Steinhausen, Selbstbildnis vor Wien (Ausschnitt), 1898, 73,5 x 63,2 cm, Privatbesitz. Mit freundlicher Genehmigung des Eigentümers.

Dirk Junker von Hessen-Lotto und Hans Dohm vom Ortskuratorium Frankfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz überreichten am 18. November der Steinhausen-Stiftung einen Fördervertrag über 13.000 Euro für Instandsetzungsarbeiten am Künstlerhaus Steinhausen.
Das Haus wurde 1885 erbaut, es ist eins der wenigen erhaltenen Künstlerhäuser in Frankfurt. Bemerkenswert ist das große Atelierfenster, das bis in die Dachschräge hineinreicht und das nach Norden orientierte Atelier belichtet. Mit der Förderung wird aber nicht nur das Baudenkmal bewahrt, sondern auch das Werk von zwei Künstlern der Nachwelt erhalten.

Der Architekt Simon Ravenstein hat neben diesem Haus zahlreiche Spuren in Frankfurt hinterlassen.

Steinhausen Wohnhaus, Wolfsgangstraße 152, Quelle: www.steinhausen-Stiftung.de
Steinhausen Wohnhaus, Wolfsgangstraße 152, Quelle: www.steinhausen-Stiftung.de











Seine Villen hat er sowohl im Inneren als auch die Fassaden von befreundeten Malern fassen lassen. So kam es auch zu der Beziehung zu dem Maler Wilhelm Steinhausen.

Zu Steinhausens Œvre gehören Werke zu biblischen Themen, denen er sich als tief religiöser Mensch besonders verpflichtet fühlte. Dazu kommen 200 Portraits und etwa 600 Landschaften. Letzterem gehörte seine besondere Neigung. Ein Teil seiner Werke befindet sich im Steinhausen-Haus in Frankfurt in der Wolfsgangstraße.
Mit der Instandsetzung des Baudenkmals kann die Steinhausen-Stiftung das auf uns gekommene Erbe der Nachwelt erhalten.


Fördervertrag für Ikonostase in Bad Nauheim

v.r.n.l.: Moya Schönberg, Barbara Heusinger, Heike Bostick (Denkmalkonzept GmbH, das Büro, das mit der Restaurierung beauftragt wurde)
v.r.n.l.: Moya Schönberg, Barbara Heusinger, Heike Bostick (Denkmalkonzept GmbH, das Büro, das mit der Restaurierung beauftragt wurde)

Die Ikonstase in der Reinhardskirche zeigt die enge Verbindung Bad Nauheims zum Zarenhaus.


Diesen kurzen Saalbau errichtete der Baumeister Hermann als lutherische Kirche. Sie diente der Gemeinde bis 1868 und wurde dann an die katholische Kirche verkauft. Ab 1905 wird sie als russisch-orthodoxe Kirche genutzt.
Bad Nauheim verdankt seine Bedeutung als Herzbad seinen solehaltigen Quellen. Der Ort war, wie verschiedene andere Kurorte auch, beim russischen Adel sehr beliebt. Aber insgesamt waren die Beziehungen zwischen dem deutschen und russischen Adel sehr eng. Durch die Zarin Alexandra Feodorowna, zuvor großherzogliche Prinzessin von Hessen und bei Rhein, die das Patronat der Kirche inne hatte, kam die Ikonostase aus dem Kloster Sarow nach Bad Nauheim. Sie ist ein Werk des frühen 19. Jahrhunderts. Durch sie wurde die Kirche zu einem Wallfahrtsort des Heiligen Seraphim.

Nachdem die Kirche selbst unter anderem auch mit Mitteln der Stiftung gesichert werden konnte, wird heuer die Restaurierung der Ikonostase mit 40.000 Euro gefördert. Als nächsten Schritt sind noch die vier großflächigen Ikonen zu restaurieren.



Führungen durch großbürgerliche Frankfurter Häuser

Villa Mumm - Richard-Strauss-Allee 11 (Sachsenhausen)

Villa Mumm Eingangsfront (Foto Franz Lennartz)
Villa Mumm Eingangsfront (Foto Franz Lennartz)

Das Wohnpalais „Villa Mumm“ der europäischen Champagner-Dynastie Mumm von Schwarzenstein in Sachsenhausen ist ein letztes, vollständig erhaltenes Architektur-Beispiel großbürgerlicher Geschichte Frankfurts. 1902-1904 „am Waldesrand“ erbaut, wurde das Palais für die Dekade vor Beginn des Ersten Weltkriegs zu einem glanzvollen Treffpunkt der Frankfurter High-Society.
Das Haus ist kein Museum, sondern Sitz des Bundesamtes für Karthographie und Geodäsie und kann deshalb auch nur nach Vereinbarung betreten werden. In den letzten 13 Jahren hatten wir die Gelegenheit, die Villa am „Tag des offenen Denkmals“ zu zeigen.

Am 6. Januar 2015 wurde der Band über die Villa Mumm dem heutigen Hausherrn, Prof. Dr. Kutterer, Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (2.v.l.), übergeben. Anlässlich der feierlichen Übergabe führte Walter Lachner (Mitte) noch einmal durchs Haus.
Am 6. Januar 2015 wurde der Band über die Villa Mumm dem heutigen Hausherrn, Prof. Dr. Kutterer, Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (2.v.l.), übergeben. Anlässlich der feierlichen Übergabe führte Walter Lachner (Mitte) noch einmal durchs Haus.


Eine weitere Möglichkeit, sich mit diesem Frankfurter Juwel zu befassen, bietet der Band über die Villa Mumm von Walter Lachner, der 2015 im Deutschen Kunstverlag erschienen ist. In diesem bebilderten Führer wird der Park und das Haus, sowie die Geschichte der Erbauer-Familie, vorgestellt. (Erwerb über den Buchhandel oder die Bürgerstiftung Holzhausenschlößchen)


Zudem sind wir sehr daran interessiert, das in alle Winde verstreute Mobiliar der Mummschen Villa aufzuspüren. In diesem Zusammenhan war es Walter Lachner gelungen, Notenmaterial der Kinder der Familie Mumm aufzufinden und einem größeren Publikum vorzustellen.






Villa Bonn im Westend - Siesmayerstr. 12

Villa Bonn (Foto: Hans Dohm)
Villa Bonn (Foto: Hans Dohm)

Auch dieses großbürgerliche Wohnpalais ist eines der ganz wenigen vollständig erhaltenen Architekturbeispiele, das die unternehmerische Denkweise des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt, in welchem die Grundlagen für die Bedeutung der heutigen Metropole Frankfurt gelegt wurden. Die Villa Bonn wurde 1895-97 vom kaiserlichen Hofbaumeister Ernst Eberhart von Ihne für den Bankier Wilhelm Bernhard Bonn (1843-1910) in neo-klassizistischem Stil im aufstrebenden Westend errichtet. Die Familie Bonn war zu diesem Zeitpunkt nachweislich bereits seit ca. 500 Jahren in Frankfurt ansässig und gewann u.a. als Finanzier des Magistrats der Stadt Frankfurt rasch Bedeutung.

Sie ist seit 1923 Eigentum der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft und diente nach dem Zweiten Weltkrieg Oberbürgermeister Walter Kolb als Amtssitz.


Zum „Tag des offenen Denkmals“ hatten wir bereits mehrfach die Möglichkeit, die Villa für das Publikum zu öffnen, was jedes Mal auf großes Interesse stieß. Führungen sind nach Vereinbarung gelegentlich möglich.


Spektakuläre Funde in der St. Leonhardskirche

Innenansicht Leonhardskirche bei den archäologischen Grabungen
Mariendarstellung mit originaler Farbfassung

Bei Ausgrabungen als Folge von Sanierungsarbeiten in der St. Leonhardskirche wurden archäologische Funde gemacht. Das Fußbodenniveau der Kirche wurde in den Jahrhunderten immer wieder angehoben. Bei einer solchen Anhebung wurden auch als nicht mehr dem Zeitgeist empfundene Skulpturen spätgotischen Ursprungs als Füllmaterial verwendet. Nun sind diese Stücke wiederentdeckt worden. Es handelt sich um einen lebensgroßen Atzmann, eine Figur also, die als Ablagepult für liturgische Texte diente. Heute finden solche Atzmänner kaum noch Verwendung. Insofern hat die Skulptur aus St. Leonhard durchaus Seltenheitswert. Daneben wurde ebenfalls eine kleinere Heiligenfigur mit original erhaltener Farbfassung gefunden, sowie weitere Figurenbruchstücke und zahlreiche Grabsteine Frankfurter Patrizier.

Da es sich bei St. Leonhard um eine Dotationskirche handelt, gehören die Funde aus der Kirche der Stadt Frankfurt. In Zeiten knapper Kassen kann die Stadt jedoch die Restaurierung der bedeutenden Funde nicht gewährleisten. Aus diesem Grund, und um die Funde in der Kirche zu belassen, hat sich aus den Reihen des Ortskuratoriums, gemeinsam mit den Freunden Frankfurts e.V., der Förderkreis St. Leonhard gebildet, der für die notwendigen Restaurierungsarbeiten um Spenden bittet.

Peterskirchhof Frankfurt

Kreuzigungsgruppe
Kreuzigungsgruppe

Der Peterskirchhof in der Frankfurter Innenstadt, ganz in der Nähe der Zeil, bietet einen besinnlichen Ort inmitten des städtischen Lebens. Der Peterskirchhof ist der historische Begräbnisplatz der Frankfurter, im 15. Jahrhundert angelegt. Auf ihm fanden viele bedeutende Frankfurter Bürger ihre letzte Ruhestätte, wie etwa Goethes Eltern. Es finden sich aber auch die Namen bedeutender Bankiers- und Unternehmerfamilien auf den Grabsteinen, wie etwa Bethmann, Passavant oder Nestlé.


Die Epitaphien des Friedhofs, der 1828 aufgehoben wurde, befinden sich jedoch größtenteils in einem sehr schlechten Zustand. Die Grabsteine müssten dringend vor mutwilliger und umweltbedingter Zerstörung gerettet werden. Das Ortskuratorium nimmt mit Freude zu Kenntnis, daß die Stadt Frankfurt nun endlich „Geld in die Hand“ nehmen will, um mit umfangreichen Sanierungsarbeiten zu beginnen. Wir werden uns dafür einsetzen, daß die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Restaurierung der Kreuzigungsgruppe mit finanziert.


Weitere allgemeine Informationen zum Peterskirchhof selbst finden Sie unter www.peterskirchhof.de (Urheber: Harald Fester)


Außenmauer Peterkirchhof

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