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Ortskuratorium Frankfurt

Mitglieder des Ortskuratoiums bei einer Besichtigung

Wir bilden das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und sind ein engagiertes Team von zur Zeit 12 Mitgliedern. Unser gemeinsames Anliegen ist das Interesse am Denkmalschutz. Aus diesem Grund versuchen wir anhand verschiedener Veranstaltungen die Öffentlichkeit für den Denkmalschutz zu sensibilisieren. Dazu bringen wir aus unseren beruflichen Erfahrungen die unterschiedlichsten Aspekte ein.



Wir freuen uns über neue Mitglieder, die eigene Ideen und Engagement einbringen wollen. Wie wir die Öffentlichkeitsarbeit gestalten, erfahren Sie am besten, wenn Sie uns bei einer unserer nächsten Sitzung im Gemeindehaus von Emmaus in Eschersheim besuchen. Diese und weitere öffentliche Veranstaltungen des Ortskuratoriums finden Sie unter dem Button „Termine“ (linke Spalte). Außerdem sind wir in jedem Jahr am Stand des Monumente-Verlags auf der Frankfurter Buchmesse präsent.
Das Ortskuratorium wird von Hans Dohm geleitet. Sie erreichen ihn unter der Email-Adresse hansj.dohm[at]t-online.de oder unter der Tel.-Nr. 06192/95 96 6 98.


Walter J. Lachner (1934-2015)

Walter J. Lachner

Walter Lachner hatte durch seine berufliche Karriere als Exportkaufmann zahlreiche Reisen unternehmen können und entwickelte ein intensives Interesse an den historischen Hintergründen und Zusammenhängen der verschiedenen Kulturen. Er trat dem Ortskuratorium bei und arbeitete in diesem Rahmen viele Jahre ehrenamtlich engagiert für die Stiftung. Am 22. September 2011 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. Im Rahmen dieser Tätigkeit baute er u.a. die Kontakte zur Villa Mumm in Sachsenhausen weiter aus. Dieses Schmuckstück des Frankfurter Großbürgertums machte er für viele Jahre für die Öffentlichkeit zugänglich und hat darüber hinaus einen kleinen Führer durch die Villa verfasst (ersch. 2014).

Auf die gleiche Weise stieß er immer wieder neue Projekte an, wie etwa zahlreiche Reisen, das Engagement für den Peterskirchhof, die Zusammenarbeit mit der Synagoge in Bad Nauheim oder mit der Steinhausen-Stiftung – um nur die aktuellsten Projekte zu nennen. Ein von ihm mitbegründetes und ihm sehr am Herzen liegendes Projekt war der Schutz der historischen Funde in der St Leonhardskirche am Frankfurter Mainufer. Unter der Schirmherrschaft der 'Freunde Frankfurts e.V.' leitete er den 'Arbeitskreis St. Leonhardskirche', der sich zur Aufgabe gesetzt hat, Spenden zu sammeln, um wenigstens einen Teil der Funde restaurieren zu lassen.

Christian Rusch (1938-2011)

Christian Rusch

Christian Rusch floh nach seinem Abitur aus Dresden und studierte an der RWTH Aachen Architektur. Nach seinem Examen arbeitete er u. a. in Düsseldorf, Utrecht und Frankfurt.
Mit dem Ende seines Berufslebens hatte er endlich mehr Zeit für seine Interessen Kunst und Kultur. So kam er auch zum Denkmalschutz. Im Jahr 2004 übernahm er die Leitung des Ortskuratoriums Frankfurt. Seine wichtigste Aufgabe sah er darin, Menschen für den Gedanken des Denkmalschutzes zu gewinnen. Mit Informationsständen bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen machte er die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der interessierten Öffentlichkeit bekannt. Am Tag des offenen Denkmals, der die Denkmalpflege in ganz Deutschland in den Mittelpunkt rückt, organisierte er Führungen in verschiedenen Objekten, die normalerweise der Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Kiesow mündete in Tagesreisen für Freunde und Förderer der Stiftung.
Sein besonderes Interesse galt der Architektur der klassischen Moderne. Er setzte sich für den Erhalt der Kramer-Bauten am Campus Bockenheim der Frankfurter Uni ein. Ebenso war er Initiator des Fördervereins für die Niederurseler Gustav-Adolf-Kirche von Martin Elsässer und so war ihm auch das Schicksal der Großmarkthalle nicht gleichgültig. Ferner wurde die Ernst-May-Gesellschaft von ihm unterstützt. Aber auch über den engeren Frankfurter Bereich hinaus engagierte er sich, zum Beispiel - für einen gebürtigen Dresdner verständlich - für den Wiederaufbau der Frauenkirche und die Restaurierung des dortigen Lingnerschlosses sowie des Palais im großen Garten.
Seinem aufmerksamen Auge ist es zu verdanken, daß ein zunächst unscheinbares Triptychon aus der vom Abriß bedrohten Matthäuskirche Kirche am Platz der Republik gerettet wurde. Heute ist das Werk eines niederländischen Malers aus dem 16. Jahrhundert mustergültig restauriert im Frankfurter Städel zu bewundern.

Knut Köbler (1934-2004)

Knut Köbler

Knut Köbler gründete 1999 das Ortskuratorium in Frankfurt, übernahm dessen Vorsitz und leitete es bis zu seinem Tod. Damit gab es in Frankfurt eine der ersten Institutionen dieser Art für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Er knüpfte gemeinsam mit dem Mitglied des Ortskuratoriums, Jürgen Zabel, die ersten Kontakte zur Villa Mumm. Daraus entwickelte sich etwa seit dem Jahr 2000 eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Köbler war seinerzeit Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Westend, die sich zum Ziel gesetzt hatte, das in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts entstandene Villenviertel vor dem Abriß zu bewahren. Nach der Wiedervereinigung setzte er sich für den Erhalt der Kirche in Starkow und für die Restaurierung der Kirche in Zernikow in Brandenburg ein. Auf dem dortigen Friedhof ist er auch beerdigt. Haupterbin seines Vermögens war die DSD, die mit dem Erlös den Kauf ihrer Zentrale finanzierte.

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